Lagerbericht Zuchwil 2020

Mit einem kleinen, aber feinen 10er Trüppchen traf sich ein Teil vom Swim Team Lucerne am 15. Februar am Luzerner Bahnhof, um ein erneutes Trainingslager einzuläuten. In Olten ergänzte Nico Bürkli noch die Gruppe, welche beide Wochen in Zuchwil/Solothurn in Angriff nahmen. Bei einem 20minütigem Aufenthalt am Solothurner Bahnhof ging das «Training» auch bereits los. Man hüpfte, weichte aus, spekulierte und versuchte einander zu «töten»… Lynn Müller, unsere Ninja-Meisterin klärt euch gerne auf. Allerdings hatte Felice am besten agiert und gewann das erste Ninja-Spiel und blieb 2 Wochen ungeschlagen.

Vom Bahnhof war es denn eigentlich bloss noch ein Katzensprung zum Sportzentrum Zuchwil. Mit dem ganzen Gepäck wäre es aber ein mühsamer Spaziergang geworden. Der Bus hielt direkt am Parkplatz vor dem Restaurant und der Unterkunft. Die Musik vom Lautsprecher des direkt vor dem Restaurant liegenden Eishockeyfeld begrüsste uns freundlich und schon bald hatte ich Marcel, den Verantwortlichen für die Unterkunft und die Traglufthalle gefunden. Bereits beim ersten Mittagessen hatte es eine Dame des Service Personals Gian angetan. Er freute sich künftig auf jedes Wiedersehen mit Rita.

Nach dem Essen konnten wir die Zimmer beziehen, denn das erste Training stand bald bevor. Leider stellte sich heraus, dass sich unsere Unterkunft widererwarten nicht unmittelbar neben dem Sportzentrum befand. Ein kleiner Fussmarsch von je nach Lauftempo 4-8 min. später trafen wir bei der Sport Academy Zuchwil ein. Axel liess seinen Charme spielen und ergatterte sich ein Zimmer im Hotel, was sich als weisen Entscheid herauskristallisierte. Die Betten in der Academy waren selbst für leicht dynamisch sich auf der Matratze tollende Schwimmer nicht robust genug, sodass das eine oder andere Mal unser Schreiner in spe Marcel Näf die Latten in die Hand nahm, um die Betten wieder zusammen zu basteln.

Viel Zeit sich einzurichten blieb wahrlich nicht, das Training rufte. Die Traglufthalle Zuchwil wurde im letzten Jahr Ende September inauguriert und wurde mit einem Bauprojekt für rund 10 Millionen Franken auf die Beine gestellt (inklusive Teilsanierungen des Schwimmbades). Die quasi neue Winter-Heimat des Schwimmverein Swim Regio Solothurn (SRSO) und Schwimmclub Biel wurde zu unserem Zuhause für die nächsten beiden Wochen. Die beiden erwähnten Vereine befanden sich bei unserer Ankunft in Zuchwil noch im externen Trainingslager, sodass wir die 6x 50m Bahnen praktisch für uns alleine hatten. Sowohl die Schwimmer und Schwimmerinnen des STL’s, als auch die Coaches Axel und Sascha waren verblüfft über die Trainingsbedingungen und die tolle Traglufthalle, in welcher sie sich am Nachmittag wiederfanden. Die STL Kids waren allerdings bereits mental woanders. Sie vermuteten den «üblichen» Stunden-Test direkt zu Beginn des Lagers. Die Trainer begnügten sich jedoch mit einem ersten 5-kilometrigen Kennenlernen der Schwimmbadbedingungen und einem spassigen Rücken-Start-Training. Danach entliessen sie die Schwimmer zum wohl verdienten Abendessen.

So begann unser Trainingslager und die folgenden Tage waren meist eine Abfolge von Aufstehen, Frühstück, Training, Mittagessen, mehr oder weniger kurze Pause für diejenigen die ins Krafttraining durften (immer ein anderes auserwähltes Trüppchen), 2. Wassertraining, Abendessen, gemeinsames Spiel, zu spätes zu Bett gehen und das ganze wieder von vorne. Die Hellhörigkeit der Unterkunft trug ein Teil dazu bei, dass Trainer Sascha manchmal den «bösen» spielen musste und die in den Gängen oder auf den Zimmern sich noch zu laut unterhaltenden Kids zurechtweisen musste, denn offiziell war in der Academy um 10:00 Nachtruhe. Diese wurde aber meist auch von den anderen Bewohnern relativ frei interpretiert; so ach von uns. Was aber nicht sein durfte war, dass diejenigen die den Sclaf brauchten daran gehindert wurden.

Jeweils nach 5 Wassertrainings hatten die Coaches einen halben «freien» Tag eingeplant. Doch so frei war dieser nicht, denn trainingsfrei heisst ja nicht, dass das Team einfach auf der faulen Haut liegen darf oder soll. Dies war den Teilnehmern teils nicht ganz recht, hätten sie gerne auch einmal die Seele einfach baumeln lassen. So fand beim ersten freien Nachmittag ein kleiner Spaziergang in die höchst geschichtsreiche Verena Schlucht statt. Die knappe 90 Minuten Kurzstreckenwanderung war vor allen Dingen für unsere Fussproblem-Kids Gian und Schoggi eine kleine Hürde, welcher sie sich aber mit Bravur stellten. Zur Belohnung schien die Sonne den ganzen Nachmittag, sodass einige bereits im Februar mit blossem T-Shirt unterwegs waren.

Den 2. trainingsfreien Nachmittag durften die Kids dann doch frei nutzen. So kamen einige auf die Idee, dass es neue Frisuren geben könnte. Mitunter waren Fiona, Lucyna, Gian und Nico Täter und Opfer zugleich. Am Abend gab es wieder ein Spielchen für die die mochten.

Am 3. und letzten trainingsfreien halben Tag waren bereits diejenigen zu uns gestossen, welche bloss eine Woche im Lager verweilten. So waren wir eine relativ grosse Gruppe, welche auf nach Solothurn marschierte. Coach Sascha liess nicht locker und liess die Kids im Dunkel tappen bezüglich des Zieles der Reise. An einer schönen Aare-Promenade entlang schlenderten wir langsam, aber stetig in Richtung der schönsten Barockstadt der Schweiz.

Nach einem kurzen Proviant-Halt in der Stadt-Migros (keine Werbung), war denn auch klar, was folgen sollte. Die eben von Sascha gekaufte Kreide war Indiz genug gewesen, sodass die von einem spendierten Eis gekräftigten Schwimmer errieten, dass es auf eine Schnitzeljagd ging. Eine Truppe blieb also vor Ort in der Sonne, spielte abermals eine Runde Ninja und wartete darauf, dass die ausgemachten 15 Minuten dahinflossen, um die Jagd aufzunehmen.

Die vorausgegangenen hatten unzählbare Pfeile platziert, in die Irre geführt und die eine oder andere Botschaft auf den Boden gekritzelt. Die Fährte wurde aufgenommen und kurze Zeit später war die Sturmtruppe am Rande der Aare auch gefunden.

Weitere Ereignisse des Trainingslagers waren die wegen zeitversetzter Ferien leider nur 4 Tage teilnehmende Linda, welche mit Kopfschmerzen zu kämpfen hatte, dennoch ihr bestes gab, gut mit zu trainieren und sogar den dann doch stattgefundenen Stunden-Test beinahe fertig schwimmen konnte. Pawel Greter, welcher in Bern studiert, kam einige Male zu Besuch und liess sich die Trainingsbedingungen trotz keiner Lagerteilnahme, nicht nehmen. Die in Schwimmerkreisen sehr bekannte Cherelle Oestringer trainierte einmal mit uns, da ihr Heimverein da kein Training anbot. Sie ging dem einen oder anderen Schwimmer des STL lange nicht aus dem Kopf (oder immer noch nicht J). Der passionierte Fussball-Fan Marcel Näf feierte seinen 17. Geburtstag. An dieser Stelle nochmal ein herzliches HAPPY BIRTHDAY, auf das er sich besonders freute, als wir ihm ein Ständchen beim Abendessen lieferten.

Die zwei Wochen vergingen wie im Fluge, auch wenn teils die Motivation sich dem Ende neigte, wie zum Beispiel bei Juri, als es hiess: « Es gibt jetzt einen Stunden Test». Die beiden Coaches sind sehr stolz auf alle Teilnehmer des Trainingslager Zuchwil. Mit rund 75 km in der ersten und rund 50 km in der 2. Woche, einigen guten Athletengesprächen und einem neuen STL Team Ausruf sind wir auf die kommenden Herausforderungen gewappnet. STL Olé, Olé, Olé. Zum Abschluss noch die schönsten Erlebnisse der Teilnehmer, in chronologischer Reihenfolge versehen:

1.     Ausflug nach Zuchwil inklusive Schnitzeljagd

Spielabende, Unterschiedliche Alterskategorien

Ausflug in die Verena Schlucht, Spiele am Abend

Buffet

Franziska, Annika, Juri, Micha

2.     Wir fanden es toll, dass wir so tolle Ausflüge machen durften. Dass wir Abends Spiele gespielt haben. Wir fanden die Traglufthalle angenehm.

Alisa, Jaël, Tamara

3.     Richi: 1500 am Wettkampftag, wo ich 17:50 geschwommen bin

Nino: Endlich mal wieder ein Nutelabrot gegessen und dass ich über das Wasser wie Superman gezogen wurde

Gian: Das wir Ultimate spielen gegangen sind, im Schlamm und das wir alle ein Eis spendiert bekommen haben

4.     Das Schwimmbecken war der Hammer, auch wenn es manchmal eng wurde fanden wir es angenehm dort zu trainieren. Die Spielabende sorgten für einen guten Teamzusammenhalt und Stimmung.

Fabio, Schoggi, Mäsi,  Luschka

5.     Ausflug in die Stadt + Schnitzeljagd

Das Training in der Halle angenehm

Wir finden es auch toll, dass wir einen Gemeinschaftsraum haben…

Felice, Lea, Maria, Lynn

6.     Die Salatsauce war mega fein, Dass wir alle zusammen am Abend Spiele gemacht haben. Es war toll einen Ausflug in die Stadt zu machen auch wenn es anstrengend war. Die Ballonhalle war warm genug zum schwimmen, aber kann mit Mataro natürlich nicht mithalten.

Norah, Alejandra, Nico

7.     Linn

Linn ist mit uns Gassi gegangen

Lg Nino

8.      Bei der Wettkampfsimulation hatte unser Verein eine tolle Stimmung und es wurden teilweise Bestzeiten erschwommen. Die Familie Grob hatte ebenfalls sehr viel Spass im Anschluss der Wettkampfsimulation, beim Gassi gehen mit «Fisch Nino». Unser Team hatte jeden Abend viel Spass bei den Gemeinschaftsspielen und die Schnitzeljagd in Solothurn hat ebenfalls den meisten gefallen. Die Ballonhalle war ein guter Ort zum trainieren, das Wasser war warm genug.

Lya, Linn & Fiona

 Sascha Silva, mit Hilfe von den Erlebnissen der Lagerteilnehmenden

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